Mexiko: Buntes Oaxaca, mieser Magen

Da sind wir nun in Oaxaca, dieser hübschen Stadt mit ihren bunten Häusern aus spanischen Kolonialtagen und seinen schnurgeraden Schachbrett-Straßen. Überall Cafés, Restaurants und kleine Kunstgalerien. Sehr malerisch für den Tourist von Welt. 

Doch ich schleppe mich eher durch die Gassen, diese blöde Magen-Darm-Sache aus Huatulco hat mich echt zerlegt. Nach 24 Stunden essen ich endlich wieder ein Kleinigkeit: in einem Café traue ich mich an ein sehr gutes Sandwich und etwas Tee – allerdings werde ich das bald bereuen. Ich fühle mich schwach, ohne Kraft in den Beinen. So wirklich in Stimmung für diese Stadt mag ich nicht kommen. Tiefpunkt auf dieser Reise. Oaxaca mag nicht viel dafür können…

Kleine bunte Figuren eines Straßenhändlers
Ein orangenes Café
Bunte Kuppel einer Kirche
Kommunistische Wahlplakte


Wir besuchen die beeindruckende Kathedrale Santo Domingo, schlendern über den Markt mit seinen vielen bunten Stoffen und entdecken zahlreiche ziemlich coole Galerien. Vor einer Kirche gruppieren sich zig Stände, die Eis verkaufen, woran ich mich mit meinem Magen herantaste. Straßenmusikanten machen ihre Runden. Dann lass ich Daniel alleine weiterziehen und gehe zurück zum Hotel – an dem ich erstmal vorbeilaufe und dann einen halben Kilometer müde und angeschlagen zurücktrotte. Nach zwei, drei Stunden Schlaf und Klimaanlage geht es mir besser


Kunstmarkt in der Altstadt
In der Fußgängerzone mit ihren kolonialen Bauten
Bunter Jaguar-Kopf über dem Eingang eines Hauses
Die Mosaik-Kuppel eines der Türme der Santo Domingo


Draußen knallt’s. Feuerwerk, obwohl es noch taghell ist. Die Mexikaner feiern. Bei goldenem Abendlicht spazieren Daniel und ich durch die Altstadt. Vor der Santo Domingo zieht eine bunte Parade vorbei – eine Hochzeitsfeier, mit großen Pappmaché-Figuren und Live-Musik. Bei „Amate Books“ in einem der alten, kolonialen Häuser decke ich mich mit zig (englisch-sprachigen) Büchern  rund um Mexiko ein. Ich hätte noch mehr Geld hier liegen lassen können, denke jedoch an den knappen Platz in meinen Taschen. Auf einer Dachterrasse trinken wir bei untergehender Sonne noch Tee und Limonade. Mir geht’s besser. Im bei Backpackern aus aller Welt beliebten Restaurant „La Popular“ essen wir zu Abend, wobei uns die mexikanische Küche nach zwei Wochen immer noch nicht mitreissen kann. Der aktuelle Zustand unserer Mägen tut sein Übriges.



An unserem letzten Morgen in Oaxaca besuchen wir den alte Konvent, direkt neben der Santo Domingo. Das dicke Gemäuer beheimatet heute ein beeindruckendes Museum zu den Kulturen des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca. Vor allem die jahrhundertealten Stücke der Zapoteken faszinieren. Daneben gab’s noch reichlich kirchliche Kultgegenstände aus spanischen Zeiten. Das alte Kloster ist ein Labyrinth aus Gängen. Von manchen Terrassen gibt’s schöne Ausblicke auf den Garten mit seinen hohen Kakteen.


Innenhof des alten Konvent von Oaxaca mit Santo Domingo im Hintergrund
Zapoteken-Maske
Innenhof im Konvent mit Brunnen und Arkaden-Gängen
Madonnen-Statue


Am belebten Zocalo machen wir in einem Café nochmal Paus. Es ist Sonntag und das Treiben ist bunt. Dann holen wir unser Gepäck und lassen uns von einem bedenklich-kurzsichtigen Taxifahrer zum Busbahnhof bringen. Sieben Stunden später erreichen wir Mexico City. 

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