Sizilien: Viel(falt) Barock

Schwalben flitzen über den hellblauen Himmel, es ist angenehm heiß. Im kühlen Schatten essen Touristen mit Sonnenbrillen auf der Nase Eis. Erster Halt auf unserem heutigen 1-Tages-Road-Trip durch Siziliens Süden: das Barockstädtchen Noto.

Honiggelb glänzen die hübschen Fassaden, dahinter ist nicht viel. Schönheit macht nicht reich, so scheint mir dieser Ort. Nach schweren Erdbeben haben die Sizilianer vor 400 Jahre diese wie auch viele andere Städte im prächtigen Barock wieder aufgebaut – und was machen sie heute damit?

 

Kirchturm in NotoTreppe zu einer Kirche in NotoRuhiger Platz in NotoStatue vor einer Kirche in NotoDas weiße Innere einer Barockkirche in NotoJunge Leute auf einem Balkon in NotoGasse in NotoVerfallener Balkon in NotoDie barocke Kathedrale von Noto

 

Zurück in den Mietwagen, Klimaanlage an, und weiter über die sich windenden Straßen Siziliens. Was ist diese Insel doch schön! Es ist Mai, und das verblüffend abwechslungsreiche Hügelland ist schön grün, Getreide reift golden auf den Feldern. 

Für eine weitere Stadt haben wir noch Zeit. Die Straße führt um einen Hang – und plötzlich liegt da stolz auf einem Hügelkamm Ragusa!

 

Die Kathedrale von Ragusa mit Blick ins Tal

 

Verdammt, denk ich mir später, genau da hätte ich ein Foto machen müssen. So perfekt lag diese Schönheit da… 

Das Auto parken wir unterhalb der Altstadt und gehen hinein in die Gassen, essen fantastische Foccacia, lassen uns treiben. Vorbei an reich verzierten Palazzi und Kirchen, netten Cafés und Geschäften. Der Weg führt höher und höher, wir blicken von oben herab auf die glasverkleidete Kuppel der Kathedrale und hinein ins unter uns liegende Teil. Und über uns liegen tatsächlich noch mehr Häusergassen: die eng bebaute Neustadt. 

 

Blaue Fenster der Kathedrale von RagusaDie Oberstadt von RagusaDie barocke Fassade der Kathedrale von Ragusa

 

In den Straßen des Ortes begegnen uns immer wieder adrett gekleidete Hochzeitsgesellschaften. Die Frauen in atemberaubenden Kleidern, die Männern in dunklen, äußerst eng sitzenden Anzügen. Es dämmert. Wir verabschieden uns und verlassen Ragusa. 

 

Malerische Landstraße auf Sizilien

 

Noch einmal verblüfft Sizilien: der Himmel färbt sich golden und rot, die Straße führt einen Pass hinauf, an Wäldern, Olivenhainen, Kühen vorbei. Der Blick geht ins Weite. Ich staune. Und bin in diesem Moment sehr verliebt in diese wunderschöne Insel…

 

 

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