Macau: China trifft Portugal

Dieses Macau überrascht mich herrlich: Kleine Straßen, versteckte Plätze, eine Altstadt mit Bauten aus 400 Jahren – so viel zu entdecken! Jedoch bleibt es den ganzen Tag über lausig frisch. Zwischen 12 und 15 Grad Celsius zeigen verschiedene Thermometer in der Stadt an. Ich kauf mir einen Pulli. Gerne hätte ich so viel mehr gesehen…

Macau: schwarz-weißer BodenbelagMacau: Kirche in der AltstadtMacau: Art Deco BalkoneMacau: dicht bebaute StraßeMacau: knallgelbe Fassade, grüne Fensterläden

Jahrhundertelang war Macau eine portugiesische Stadt. Die Stadt hat dadurch einen sehr eigenen Flair; vielleicht sogar mehr als das nahe Hongkong…

Die meisten Touristen drängen sich vor der alten Sao Paulo Kirche, von der ganz pittoresk nur noch die Fassade steht. Nebendran gibt’s einen Snoopy-Souvenirladen.

Macau: nur die Fassade blieb von der KathedraleMacau: Ruinen der Kathedrale und Touristenmassen

In einem Touristen-Lokal im ehemaligen Rotlichtviertel esse ich ganz passabel Portugiesisch. Und ich wärme mich auf. Immer noch scheiße-kalt in Macau…

Macau: rote FensterlädenMacau: kleiner Platz

Der Lonely Planet führt mich zum Mandarin-Haus: eine chinesische Villa im Gassengewirr Macau’s, mit einem langgestreckten Hof, weiten und offenen Zimmern und dem Gefühl, kurz in eine andere Zeit einzutreten…

Macau: Pforte im Haus des MandarinMacau: das Haus des MandarinMacau: Hof im Haus des Mandarin

Es langt mit der Kälte. Ich fliehe in das „andere“ Macau: glitzernde Kasinos, Marmorböden, geleckte Einkaufszentren, eine Kulissenstadt, die Milliarden umsetzt. Das Ganze gibt mir nicht viel, doch wirkt es etwas gepflegter als Las Vegas.
Ich mag Las Vegas nicht

Macau: Aquarium im MGM Casino

Zwei Minuten verbringe ich in einem der Kasinos, wenn’s hoch kommt. Es interessiert mich einfach nicht. Vom MGM Grand nehme ich einen kostenlosen Shuttle-Bus, der mich von den Kasinos in der Innenstadt zu den Kasinos am sogenannten Cotai Strip bringt: mit dem Venetian und dem Paris Macau stehen hier zwei Klötze, die mir auch aus Nevada vertraut sind.

Macau: Deckengemälde im Venetian-CasinoMacau: Gondel auf dem Canal Grande im Venetian-Casino

In den Einkaufszentren der Kasinos ist es wenigstens warm – und eine verblüffende Parallelwelt, die ich ja irgendwie mag. Aber hier wirkt sie mir zu… falsch.

Ich bin auf der Suche nach einem Café oder einer Bar, um ein Bier oder einen Tee zu bekommen. Doch komme ich nur an Food Courts und teuren Restaurants vorbei. Wo zum Teufel bekomm ich hier was zu trinken?

Vorbei am Canal Grande – mit Westlern, die singend chinesische Besuchergrüppchen in Gondel-Kopien herumschippern – komme ich ins opulente aber irgendwie ausgestorbene Paris-Kasino. Zu trinken gibt’s nix.

Macau: Leere Einkaufspassage im Paris-CasinoMacau: Springbrunnen in der Lobby des Paris-CasinosMacau: Die opulente Hotellobby des Paris-Casinos

Erschöpft gebe ich auf. Ein Bus mit WLAN an Bord bringt mich zum nächsten Fähranleger. Eine Stunde später bin ich wieder in Kowloon…

 

 

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3 Gedanken zu „Macau: China trifft Portugal

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