Das U3 Projekt (3/3)

Letzte Etappe auf der U3. Es geht nach Hause.


Sendlinger Tor ist schwer: wie bekomme ich hier nur gute Fotos hin? Ich gebe schnell auf, vielleicht bin ich mittlerweile auch müde. Demnächst wird hier umgebaut, beim laufenden Betrieb. Was spannend wird. Zehntausende (Hunderttausende?) Menschen steigen hier täglich um. Von U3/U6 zu U1/U2 – oder hoch, zu den Trambahnen.
Ich freue mich auf den Neubau. Ist vielleicht dann spannender.

 


Die Nazis waren’s. Die haben den Goetheplatz gebaut. So halbwegs. In den 40ern war hier eine S-Bahn geplant. Nur dieser Halt wurde gebaut. Dann war der Kriegswahnsinn wichtiger als Infrastruktur für die Hauptstadt der Bewegung.

Zu Olympia gruben die Münchner den Bahnhof wieder aus. Da wurde er Teil des neuen U-Bahn-Netzes. Ich steige jedes Jahr für die Wiesn hier aus.

 


Die Poccistraße ist leicht geschwungen, mit orangenen Säulen. Toll zu fotografieren. Ich werde wieder munterer.

 


Die Implerstraße ist eine richtig große Halle, ich hab kaum Zeit zum fotografieren. Egal, irgendwie will mich hier auch kein Motiv anspringen. Die U6 zweigt nun in Richtung Harras ab. Ich bleib auf der U3, bald bin ich zu Hause.

 


Sehr blau kommt die Brudermühlstraße daher. Zum Fotografieren macht das wieder richtig Bock. Aber gibt’s hier groß was zu sagen?

 


Wasserbüffel, Pinguine, Elefanten, Nashörner, Flamingos, Affen… buntes Viechzeugs schmückt den Halt Thalkirchen. Hier steigen sie zum Tierpark Hellabrunn aus. Was bedeutet: wahnsinnig viele Kinderwägen, die sich gegen späten Nachmittag in die Bahnen zurück Richtung Innenstadt zwängen.

Und an heißen Sommertagen: Zigtausende mit Bierkisten und Grillzeugs. Denn hier am nahen Flaucher chillt das Volk an der Isar. Einer der schönsten Flecken Münchens. Ich könnte nun von hier aus auch zu Fuß nach Hause gehen.

 


Obersendling. Sichtbeton, rot bemalt. Jeden Morgen stehe ich hier, meist in ein Buch vertieft, zu häufig auch den Blick auf mein iPhone geheftet, auf meine U3 wartend. Ich bemerke bekannte Gesichter. Schüler, Studenten, Afrikaner, Asiaten, Handwerker in Engelbert-Strauss-Klamotten und Männer in Anzügen, über denen sie im Winter-Sportjacken tragen. Noch sind sie nicht auf Arbeit.

Die Station und ihre Menschen kenne ich gut. Denke ich. Von hier aus trägt mich die U3 in die Stadt, und von dort auch weiter auf Reisen; raus in die Welt.
Und hier komme ich an. Tag für Tag. Und nach Wochen sonstwo. Ich bin zu Hause.

 

 

Freue mich auf eure Gedanken.
Hier geht’s zu Teil 1.
…und hier zu Teil 2.

 

 

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3 Gedanken zu „Das U3 Projekt (3/3)

  1. Das ist echt ne Ecke her. Die gute alte Linie 8, nicht wahr? :D
    Gibt ja seit Jahren Pläne, ab der Aidenbachstraße wieder eine Tram fahren zu lassen… allerdings dann Richtung Nymphenburg. Im Stadtrat stellt sich da allerdings eine Partei mit nem „C“ im Namen, die sich da extrem quer stellt…

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