In die Berge 2/2016 – Sylvensteinsee

Am Vatertag geht’s in die Berge, die Sonne scheint. Morgens um 8 holt mich Anna vor einer alten Wienerwald-Filiale in München-Giesing ab. Schnell sind wir auf der Autobahn, dann auf der Landstraße. Die Alpen rücken näher.

Das Auto stellen wir auf einem schattigen Parkplatz am Sylvensteinsee ab. Dann suchen wir unseren Weg. Das soll auch das Motiv dieses Tages werden.

 

Auf Wanderung am Sylvensteinsee

Unter uns gurgelt ein wilder Bergbach

 

Durch lichte Wälder schlängelt sich die Forststraße immer höher. Die Bäume sind hier noch merklich kahler, erst zaghaft zeigen sich Knospen. Links unter uns rauscht verträumt ein Bergbach, gar nicht so fern erheben sich Zweitausender. Die Gipfel glänzen weiß.

 

Schnee liegt noch auf den Bergen

Lichte Wälder auf unserer Bergtour

 

Wasserfälle wollen wir sehen. Der Pfad sei fantastisch zum Fotografieren, heißt es im Wanderführer. Außerdem sei er nicht ausgeschildert. Also verpassen wir ihn. Oder wir biegen zu früh ab. Noch an Ort und Stelle diskutieren wir das angeregt. Mist.

Den Wanderführer lege ich also bei Seite. Sei’s drum. Wir folgen einfach irgendwelchen Wegen, die sich regelmäßig als Sackgassen entpuppen. Schön ist es trotzdem, sagen wir uns immer wieder. Was ja auch stimmt. Der Pfad steigt stetig, aber sanft. Anstrengend ist es nicht. Nur ist der Untergrund vollgesogen, letzte Woche hatte es noch geschneit. Mit den Wanderstiefeln versinke ich immer wieder im Schlamm. Die Schritte schmatzen.

 

Sonnige Wege auf unserer Bergtour

Die Gipfel sind noch schneebedeckt

 

An einer alten Kuhtränke rasten wir kurz, strecken die Nasen in die Sonne; und ich esse Prinzenrolle-Kekse. Dann gehen wir zurück Richtung Tal.

Zwischen den Tannen blitzt der Sylvensteinsee wieder auf. Das Wasser strahlt in einem irren Jadegrün. Am Ufer setzen wir uns noch hin. Der See ist ganz still, nur Annas Hund kläfft fröhlich. Es ist ein herrlicher Tag.

 

Der Sylvensteinsee blitzt zwischen den Bäumen hervor

 

Okay, so knackig-wohlig anstrengend wie gedacht war’s dann nicht. Dafür fehlte uns Orientierung. Kein einziges Mal beschimpfte ich mich keuchend selbst, was für ein Idiot ich doch sei, dass ich mir diese schweißtreibenden Wandereien antue. Normalerweise mache ich das auf jeder Bergtour. Heute nicht. Was auch mal schön ist.

Wenig Leute sind uns begegnet, trotz des Bombenwetters. Wir kommen sicherlich wieder. Dann mit einer besseren Karte.

 

Der Sylvensteinspeichersee

 

Die erste Bergtour 2016 ging zu Ostern in die Partnachklamm – wo wir mehr Glück mit dem Weg hatten. ;)

 

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