Futuroscope – einfach anders

Der gläserne Kristall, das Wahrzeichen von Futuroscope, von oben; rechts die tiefblaue Lagune des Parks

Der mehrere Stockwerke hohe Kristall, von dem ich gerade Fotos schieße, prangte einst auf dem Titelbild meines Französisch-Buches. War es in der 9. Klasse? In der 10.? Französisch war nicht mein Lieblingsfach; ich war furchtbar. Und nach Abi und Zivildienst ging ich für insgesamt zwei Jahre nach Frankreich… Ironie? Ja, etwas.

Heute, an diesem blendend schönen Juni-Tag stehe ich nun vor eben diesem Kristall: ein bizarr-schönes Bauwerk. Ich besuche das Futurscope, einen sehr anderen Freizeitpark in der Nähe von Poitiers. Keine Karussells ziehen hier ihre Kreise, kein Geschrei weht von irgendwelchen Achterbahnen herbei. Ich spaziere über das sehr grüne Campus-ähnliche Gelände. Die in der Sonne glänzende Pavillons in wundersamer, futuristisch-anmutender Architektur sind die großen Attraktionen: der Kristall, Kugeln, Gebirge aus Glas, geschwungene Linien, Science-Fiction.

Blick über die zentrale, geschwungene Brücke von Futuroscope. Unter der Brücke die blaue Lagune des Parks, rechts im Hintergrund der gläserne Kristall

Die Pavillons sind fantasievolle Kinos: 3D, überdimensionales IMAX, Planetarien. Ich tauche ab in die Tiefsee, sehe kollidierende Planeten, rase durch französische Landschaft, begleite Astronauten zum Hubble-Teleskop, weit draußen im All. Le Petit Prince – der Kleine Prinz , den ich zu meiner beschämenden Schande nie gelesen habe – sucht seine Rose; in einem riesengroßen Marienkäfer sitzend fliege ich durch die computergenerierte Welt der Minimoys und habe keine Ahnung, was da genau passiert. Die Lapins crétins, Comic-Hasen, nehmen mich mit auf eine irrsinnige Zeitreise mit sehr, sagen wir, französischem Humor. Die neben mir sitzenden 15-jährigen Jungs lachen herzlich. Im Shop am Ausgang signieren die Comic-Zeichner ihre Hasen.

Eine weiße Glocke mit Ringen ist das u Hause des Kleinen Prinzen

Violette Parkbank im Futuroscope mit einem eingestanzten, runden Labyrinth; links steht "Entree", rechts "Sortie"

Rote Blumen vor einem gläsernen Pavillon

Ich genieße meinen Tag: ich besuche die Pavillons, esse, trinke, genehmige mir einen Kaffee, der mit kleinem Gebäck gereicht wird. Die Besucher sind entspannt, die Mitarbeiter freundlich und ausgesprochen höflich. In einem Springbrunnen mit Musik-Choreographie spielen Kinder.

Futuroscope ist anders, mir gefällt’s. Der Tag hier war’s wert.

Kinderfüße in einem Springbrunnen; der Grund ist rot

 

Ein bisschen Info

Das Futuroscope ist etwa 30 Minuten von Poitiers entfernt. Ich kam mit dem städtischen Bus in der Früh, abends nahm ich den TGV, der direkt vor den Toren des Parks hält und mich in 2 Stunden nach Paris brachte.

Leicht kann man einen ganzen Tag im Futuroscope verbringen; die abendliche Show auf der Lagune verpasste ich leider. Die Filme werden regelmäßig ausgetauscht, heißt es. Irgendwann werde ich also wieder kommen. Normale Tickets kosten aktuell 42 Euro.

Tipp: über die Billeterie von fnac.com bekam ich meine Eintrittskarte deutlich günstiger für 29,90 Euro. Die Seite ist auch in Englisch verfügbar, und bietet Tickets zu zahlreichen Veranstaltungen, Attraktionen und Parks (darunter Disneyland und Parc Asterix) in ganz Frankreich. Praktisch auch die App: der QR-Code meines Tickets wurde flott am Eingang von Futuroscope gescannt.

Links die gemusterte Kugel eines der Pavillons von Futuroscope

 

 

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