Ort der Fantasie: Studio Ghibli’s Villa Kunterbunt

Betretet einen Ort der Fantasie. Draußen, in einem Tokyoter Vorort findet Ihr ihn. Die Fahrt geht vorbei an einem unendlichen Meer aus grauen Häusern. Am Bahnhof Mitaka steigt Ihr aus. Dort erblickt Ihr einen baumbestandenen, freundlich grünen Kanal. Folgt ihm, wie Alice dem Karnickel-Bau, und auch hier wartet am Ende eine Art von Wunderland.

Das Studio Ghibli Museum. Wie eine Schöpfung aus einem dieser Filme des großen japanischen Trick-Regisseurs Hayao Miyazaki, Werke voller Wunder und Zauber. Freudig-aufgeregte Japaner stehen vor dem Museum an, und ein paar Westler, die den Filmen des Studio Ghibli seit Jahren verfallen sind. Darunter auch ich.

Die Filme – Chihiro’s Reise ins Zauberland, Kiki’s Kleiner Lieferservice, Prinzessin Mononoke, Das Wandelnde Schloss, um nur einige zu nennen – erinnern an Märchenbücher. Auch sie befeuern meine Fantasie. Sie sprühen nur so vor Ideen.
Das Studio Ghibli Museum steht ihnen dabei in nichts nach.

Ich betrete das Gebäude und finde mich in einer Villa Kunterbunt wieder. Es ist wie das Haus, das wir uns als Kind gerne gewünscht hätten. Es ist pure Freude, durch die Hallen und Räume dieses Hauses zu wandeln. Kunst aus den Trickfilmen ziert die Wände und Regale, kleine optische Spielereien laden zum Staunen ein.

Fotos sind im Inneren des Hauses nicht gestattet. Alles muss sich ins Gedächtnis einbrennen. Ich will nichts vergessen, bin wie im Rausch. In einem Theater läuft ein kurzer, nur hier zu sehender Film. Nur einmal darf ihn jeder Besucher sehen. Das Museum pflegt zeitlose Vergänglichkeit. Die Geschichte erzählt von einem Ei, seinem besten Freund aus Teig, und einer widerwertigen Hexe mit gewaltigen Hauern, Nase und Brüsten.

Dieser Ort ist eine Explosion von Fantasie.

Ich steige Treppen hinauf, Stockwerk um märchenhaftes Stockwerk. Kinder spielen auf dem riesengroßen Stoff-Katzenbus aus Mein Nachbar Totoro. Auf dem Dach, den ein Garten bewächst, steht ein lebensgroßer Roboter-Gigant aus Das Schloss im Himmel.
Ich bin gerührt. Als hätte ich die einmalige Chance gehabt, ein Märchenbuch zu besuchen.

Doch was erzähle ich noch? Seht es Euch selbst an!
Oder, das zumindest, tut Euch den wunderbaren Gefallen, und schaut die großartigen Filme des Studio Ghibli.

 

Einen Einblick auf die Welt von Studio Ghibli gibt dieses zauberhafte Video:
„Studio Ghibli Retrospective“(by Cinefamily)

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6 Gedanken zu „Ort der Fantasie: Studio Ghibli’s Villa Kunterbunt

  1. Was eine wirklich praktische Information in diesem Beitrag gewesen wäre: wie man an die Eintrittskarten herankommt. Offenbar (logisch eigentlich…) ist Studio Ghibli in Japan so beliebt wie hierzulande die Mona Lisa, und entsprechend weit im Voraus muss man seine Eintrittskarten beantragen – über ein Reisebüro.
    Als ich deinen Beitrag im Juni gelesen und gebookmarkt habe, hätten wir vielleicht noch eine kleine Chance gehabt – inzwischen sind die Monate Juli bis September komplett ausgebucht, keine Chance mehr auf einen Besuch bei Totoro. Ich habs den Kindern noch gar nicht gesagt… :-(

    LG
    Jenny

      1. Ja, wirklich blöde :-( Im Lawson hätten wir auch keine Chance, ausverkauft ist ausverkauft. Pro Tag dürfen nur 200 Besucher in das Museum, und die Tickets sind nicht umtauschbar oder stornierbar, es wird also keine Nachrückerplätze geben. Na ja, beim nächsten Mal ;-)

      2. Mhm … mein Eindruck war, dass da weitaus mehr als 200 Besucher im Museum waren. Nicht tausende, aber mehr als 200.

        Gerade auf dieser Seite http://www.jtbgmt.com/eng/ghibli/TicketSystem.html#Regions gelesen : „Total 200 tickets per admission day (for all overseas sales including the three Asian regions)“

        Betonung auf „all overseas sales“. Gut möglich, dass die 200 das Kontingent sind, die an Händler am Ausland ausgegeben werden. Schau doch einfach bei Gelegenheit in einem Lawson vorbei. Kann ja nicht schaden :)

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