Ljubljana: ein Schmuckstückchen

Letzter Halt auf dieser Reise: Ljubljana, dieses Schmuckstückchen von Stadt.
Der Weg nach Hause führt durch Sloweniens hübsche Hauptstadt. Ich will eine Nacht bleiben.

Das flux am Vortag gebuchte Hostel liegt an der Ljubljanica, dem kleinen Fluss, der wie gemalt die Altstadt teilt. 
Überhaupt: Ljubljana ist Bilderbuch. Ein Klischée vom alten Europa. Ein sehr schönes: kleine Gassen, Häuser aus Jahrhunderten, der Fluss, die Plätze, die verzierten Brücken, die Cafés, das Leben, ein Hauch des vergangenen Österreich-Ungarns, und über allen thront ganz nah an die Stadt herangerückt die alte Burg.

Die ersten Schritte aus dem Hostel heraus haben kein Ziel. Sie führen über die nächstbeste Brücke, bewacht von Drachen. Ein Tier, dem ich in dieser Stadt immer wieder begegne.

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Ich entdecke den bunten Markt. Rechts, direkt über dem Fluss, stehen hübsche Arkaden. Hinter der alten Markthalle liegt noch ein weiterer Platz. 
Mein Glück: ein “Food Festival” findet hier im Augenblick statt. Indisch, Thai, Japanisch, Vegan, Argentinisch, noch viel mehr. Das Lokale liegt mir heute mehr. Wie häufig isst man schon Slowenisch? 
In einer gewaltig großen, gusseisernen Pfanne brät Kaiserschmarren, sündhafte Torten stehen in der Auslage. Vor einem Grill bleibe ich stehen, bestelle etwas, das stark an Cevapcici erinnert – und umwerfend gut schmeckt. Ich bin zufrieden.

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Der Spaziergang führt weiter durch die Altstadtgassen und ich gelange an den Aufstieg zur Burg. 
Diese ist in großartigem Schuss. Sehr dezent und stilvoll, fast versteckt, wurden in den letzten Jahren moderne Elemente eingesetzt. Glas und Stahl. Selten passt Neu so gut zu Jahrhundertealtem wie hier. 
Ich genieße den Blick über die kleine Stadt direkt unter mir.

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Zurück in deren Straßen betrete ich ein Teehaus. Der Kellner ist angenehm freundlich. Er bringt mir ein Kännchen Earl Grey und einen butterweichen, cremigen Schokoladenkuchen.

Auf der anderen Seite des Flusses liegt die Philharmonie. Einem kleinen, zitronengelben Bau. Aus Lautsprechern dringen Mozart-Klänge. Ich bin in Stimmung für Klassik, doch das Orchester mag heut laut ausgehängtem Programm nicht spielen. Mein Pech.

Nur wenige Stunden streunte ich nun durch Ljubljana. Mich beschleicht das Gefühl, alles gesehen zu haben (was natürlich nie der Fall ist). Ljubljana ist nicht groß, dafür umso charmanter.

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Der Regen holt mich schließlich ein, der mir schon in Triest und Rovinj ein treuer Begleiter war.

Meine Reise über Kroatien, Italien und Slowenien geht so zu Ende. Am nächsten Morgen nehme ich den Zug, durchquere die Alpen, halte kurz im österreichischen Villach, wo es viel zu kalt ist, um zu bleiben.
Wenige Stunden später bin ich wieder in München, daheim.

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2 Gedanken zu „Ljubljana: ein Schmuckstückchen

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